Schnellschnitt bei der Prostataoperation: Mehr Sicherheit während der Tumorentfernung

Was passiert beim Schnellschnitt?

Während der Prostataoperation kann der Operateur bei Bedarf Gewebeproben aus dem Operationsgebiet entnehmen. Diese werden unmittelbar an die Pathologie weitergeleitet. Dort wird das Gewebe eingefroren, mikroskopisch untersucht und innerhalb kurzer Zeit beurteilt.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Resektionsrändern – also den Bereichen, an denen die Prostata vom umliegenden Gewebe getrennt wurde. Die Pathologinnen und Pathologen prüfen, ob sich dort Tumorzellen nachweisen lassen.

Das Ergebnis wird direkt an das Operationsteam übermittelt und kann noch während des Eingriffs in die weitere operative Entscheidung einfließen.

Warum ist das wichtig?

Das Ziel jeder radikalen Prostatektomie besteht darin, den Tumor vollständig zu entfernen. Gleichzeitig soll so schonend wie möglich operiert werden, um die Lebensqualität des Patienten zu erhalten.

Der intraoperative Schnellschnitt bietet zusätzliche Sicherheit, da bereits während der Operation eine erste Einschätzung der Geweberänder möglich ist. Zeigt sich ein Tumorbefall an einem Resektionsrand, kann der Operateur unmittelbar reagieren und gegebenenfalls weiteres Gewebe entfernen.

Dadurch kann das Risiko verringert werden, dass Tumorzellen im Operationsgebiet verbleiben.

Präzision durch die Zusammenarbeit von Urologie und Pathologie

Der Schnellschnitt ist ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche im ISAR Klinikum. Während der Operation arbeiten Urologen und Pathologen Hand in Hand, um wichtige Informationen in kürzester Zeit bereitzustellen.

Diese unmittelbare Rückmeldung ermöglicht eine noch individuellere und präzisere Behandlung jedes einzelnen Patienten.

Fazit

Der intraoperative Schnellschnitt ist ein wichtiger Baustein moderner Prostatakrebschirurgie. Durch die schnelle Untersuchung der Resektionsränder bereits während der Operation erhalten die Operateure zusätzliche Sicherheit bei der Tumorentfernung. Für Patienten bedeutet dies eine noch präzisere Behandlung mit dem Ziel, das bestmögliche onkologische Ergebnis zu erzielen.

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