Willkommen in der Urologie
Moderne Urologie auf höchstem medizinischen Niveau – Persönlich, diskret und individuell
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Liebe Patientinnen und Patienten,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
Die Klinik für Urologie am ISAR Klinikum München ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Harnwege sowie der männlichen Geschlechtsorgane. Zu unseren Schwerpunkten zählen unter anderem Prostataerkrankungen, Prostatakrebs, Blasenerkrankungen, Nierensteine sowie gutartige Vergrößerungen der Prostata.
Unser besonderer Fokus liegt auf modernen, minimalinvasiven und roboterassistierten Operationsverfahren (DaVinci) – für präzise, schonende und sichere Eingriffe. In unseren hochmodernen Operationssälen können selbst komplexe urologische Operationen mit minimaler Belastung für die Patientinnen und Patienten durchgeführt werden.
Bei urologischen Tumorerkrankungen profitieren Sie von einer leitliniengerechten Therapie, aktueller wissenschaftlicher Expertise und einer individuellen Betreuung durch ein interdisziplinäres Team aus Urologie, Onkologie, Radiologie und weiteren Fachbereichen – abgestimmt in unserem interdisziplinären Tumorboard.
Unser Anspruch: Moderne Urologie auf höchstem medizinischen Niveau – persönlich, präzise und menschlich.
Herzlich,
Prof. Dr. med. David Schilling
und das Team der Urologie
Prof. Dr. med. David Schilling
Direktor der Klinik für Urologie
Moderne Urologie – Individuell, präzise und menschlich
In der Klinik für Urologie am ISAR Klinikum München behandeln wir Erkrankungen der Harnwege sowie der männlichen Geschlechtsorgane nach modernen medizinischen Standards. Dazu zählen unter anderem Prostataerkrankungen, Blasenerkrankungen, Nierensteine und urologische Tumorerkrankungen.
Unser erfahrenes Team setzt auf präzise Diagnostik, moderne Therapieverfahren und minimalinvasive operative Techniken, um für jede Patientin und jeden Patienten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. Hier finden Sie einen Überblick über unsere wichtigsten Krankheitsbilder und Therapiemöglichkeiten.
Blasenkrebs
Blasenkrebs
Ein Tumor in der Blase wächst oft häufig langsam heran und macht sich kaum bemerkbar. Treten im Frühstadium bereits Beschwerden wie Blut im Urin, häufiger Handrang und ein Druckgefühl im Unterbrauch auf, denken Frauen oft an eine Blasenentzündung und Männer an Prostatabeschwerden. Diese Symptome sind eher unspezifisch und kein fester Beleg für einen Blasenkrebs. Erst im fortgeschrittenen Stadium treten spezifischere Warnhinweise auf, wie Schmerzen im Unterleib und in der Nierengegend, vergrößerte Lymphknoten, oder auch Knochenschmerzen sein.
Welche Arten von Blasentumoren gibt es?
96 Prozent der Blasentumore sind urotheliale Blasenkarzinome. Das Plattenepithel- oder Adeno-Karzinom sind seltene Blasentumore.
Was vesteht man unter einem urothelialen Blasenkarzinom?
Es wird zwischen dem nicht-muskelinvasivem (oberflächlichem) und muskelinvasivem Blasenkarzinom (Tumor) unterschieden.
Das nicht muskelinvasive Blasenkarzinom hat eine hohe Rezidivrate und ein deutliches Risiko der Tumorprogression. Diese Patienten müssen sich deshalb einer engen und langfristigen Überwachung unterziehen.
Die organerhaltene Therapie beruht auf zwei Säulen:
- Die komplette transurethrale Resektion des Blasentumors
- Eine „topische“ medikamentöse Rezidivprophylaxe
Was wird bei einer kompletten transurethrale Resektion (TUR) des Blasentumors gemacht?
Fotodynamischer Tumornachweis (PDD bzw. Blue Light-Zystoskopie) und Tumor-Resektion
Die komplette Resektion wird unter Beleuchtung mit Weißlicht vorgenommen. Unter anderem wurde von Hofstetter und Mitarbeiter hier in München die fotodynamische Diagnostik zum Nachweis von Tumorarealen, die im Weißlicht nicht oder schwer gesehen werden können, entwickelt. Hierzu instilliert der Arzt den Fotosensibilisator Hexaminolaevulinsäure (Handelsname HEXVIX) in die Blase. Nach einstündiger Exposition leuchten Tumorareale im monochromen Blaulicht (360-450 nm) rosa auf. Die komplette Tumorresektion kann damit gezielt erfolgen. Die Detektionsrate beim hochgefährlichen Carcinoma in situ kann um 40 Prozent gesteigert werden.
Was wird bei einer „topischen“ medikamentösen Rezidivprophylaxe gemacht?
Auch bei der topischen Rezidivprophylaxe wird das Medikament nicht systemisch (intravenös oder oral), sondern lokal durch Instillation mittels Katheter durch die Harnröhre direkt in die Blase verabreicht.
Wir verfolgen folgende Strategie: Unmittelbar in den ersten 24 Stunden nach der transurethralen Tumorresektion wird das Zytostatikum Mitomycin zur Hemmung des Zellwachstums in die Blase instilliert. Etwa 14 Tage nach der Resektion wird mit der BCG-Immunrezidiv-Prophylaxe begonnen, nach einem speziellen Protokoll, das über insgesamt zwei Jahre läuft. Wir haben mit der Behandlung durch dieses Schema seit 1984 Erfahrungen gesammelt (Schilling et al. 1990). Tritt trotz der Rezidiv-Prophylaxe ein Tumor-Rezidiv auf, stellt dies die Indikation zur Blasenentfernung (Zystektomie) dar.
Wie können Patienten mit einem Hochrisiko-Tumor identifiziert werden?
Entscheidend für die Überlebenschancen bei Blasenkrebs ist die Identifikation von Patienten mit einem Hochrisiko-Tumor. Diese sollten, obwohl sie noch nicht muskelinvasiv wachsen, einer sofortigen Zystektomie zugeführt werden. Die uropathologische Feinbetrachtung der sogenannten Invasionsfront stellt hierbei ein wichtiges Kriterium dar. Deshalb ist die Zusammenarbeit und Kommunikation mit uropathologischen Experten (PD Dr. Gaumann und Mitarbeiter) von höchster Bedeutung. Multilokales Wachstum, Flächenabschätzung, Rezidiv unter BCG-Immuntherapie sind weitere Kriterien, die die sofortige Zystektomie nach sich ziehen sollten. Hochrisiko- und muskelinvasive Tumore stellen die Indikation zur radikalen Zystektomie (in seltenen Fällen nur zur Blasen-Teilresektion) dar. Es erfolgt die Anlage einer Ersatzblase oder Harnableitung. Bei Lymphknoten- oder Fernmetastasen muss zusätzlich eine Chemotherapie erfolgen.
Die gutartige Vergrößerung der Prostata
Die gutartige Vergrößerung der Prostata
Was sind die Symptome bei einer gutartigen Prostatavergrößerung?
Häufige Symptome bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie: BPH) sind ein verzögerter Beginn des Wasserlassens trotz Pressen, abgeschwächter Harnstrahl, Blasenentleerungsstörung in mehreren Portionen, Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung, gehäufte Notwendigkeit des Wasserlassens auch nachts (Nykturie), plötzliche Harndrangepisoden bis hin zum unfreiwilligem Urinverlust, Unfähigkeit, die Blase zu entleeren (= Harnsperre), blutiger Urin (Hämaturie), Brennen beim Wasserlassen bei gleichzeitiger Harnwegsinfektion oder bei einem Blasenstein.
Untersuchungsgang
Zuerst zieht man den IPSS-Score und die präzise Krankheitsgeschichte hinzu, um andere Ursachen der Nykturie auszuschließen. Zudem wird sich der Frage gewidmet, wie stark die Lebensqualität beeinträchtigt ist. Weitere Untersuchungen sind eine Urin- und Blutanalyse (Kreatinin, PSA) und ein Ultraschall der Restharnvolumen (wiederholte Messung), Nieren zur Beurteilung des Abflusses zur Blase und der Prostata (Volumen, Anhebung des Beckenbodens). Auch Röntgenaufnahmen mittels einer Kontrastmittelaufnahme der Harnröhre (Ausschluss einer Harnröhrenstriktur) liefern mehr Aufschluss.
Wie wird eine vergrößerte Prostata behandelt?
Es stehen mehrere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Die Wahl der besten Therapie für richtet sich nach Schwere der Erkrankung und wird individuell in Absprache mit unseren Experten bestimmt, um bestmögliche Ergebnisse bei möglichst geringen Nebenwirkungen zu erzielen.
Beobachten, eventuell Gabe von Pflanzenstoffen
Der Verlauf einer gutartigen Vergrößerung der Prostata ist nicht voraussagbar. Die Beschwerden können über mehrere Jahre stabil bleiben oder sich sogar von alleine wieder bessern. Deshalb sollte der Patient mit milden Beschwerden lediglich beobachtet werden. Pflanzliche Mittel wie Extrakt aus Kürbiskernen, Phytosterol, Extrakt aus Sägepalmenfrüchten können bei einigen Patienten lindernd angewendet werden.
Medikamentöse Behandlung
Für zunehmende BPH-Beschwerden können zwei Substanzklassen medikamentös eingesetzt werden:
Alpha1-adrenerge Rezeptorenblocker (z.B. Tarazosin)
Ursprünglich wurde dieses Medikament für die Bluthochdruckbehandlung entwickelt. Sie vermindert die Spannung der glatten Prostatamuskulatur, wodurch die Kompression der prostatischen Harnröhre vermindert wird. Mögliche Nebenwirkung (bei ca. 15 Prozent der Patienten) ist ein geringer Blutdruckabfall mit Schwindel oder eine retrograde Ejakulation (reversibel). Ganz selten kommt es zu einer Verminderung des Blutstromes in die Herzkranzgefäße.
Alpha-Reduktase-Hemmer (Finasterid)
Diese Substanz blockiert in der Prostatazelle die Konversion von Testosteron in Dihydrotestosteron, dem stärksten männlichen Sexualhormon. Damit wird das Wachstum des Adenomgewebes behindert, sogar ein Schrumpfen des Adenoms kann beobachtet werden. Allerdings wirkt diese Substanz erst ab einem Prostatavolumen von mehr als 50 cm. Bei kleinen Adenomen wird keine Besserung der Symptome beobachtet. Mögliche Nebenwirkungen sind Impotenz (5 Prozent) und eine Brustschwellung (0,5 Prozent). Bei letzterem ist unbedingt ein Ausschluss eines Brustkrebses erforderlich. Die Einnahme von 5-Alpha-Reduktase-Hemmer führt zu einer „PSA-Kosmetik“; ein unter der Einnahme gemessener PSA-Wert muss verdoppelt werden.
Operative Behandlung
Häufig wird Patienten mit der Begründung „die Prostata sei groß“ die operative Behandlung vorgeschlagen. Das ist sicher falsch! Die BPH-Beschwerden korrelieren nicht mit dem Volumen der Prostata, sondern mit dem Ausmaß der Abflussbehinderung. Die Zunahmen der Abflussbehinderung der Blase durch die Prostata kann zu einer Reihe von Problemen führen: Verdickung der Blasenwand, Reduzierung der Blasenkapazität, irritable, instabile Blase, Drang, Dranginkontinenz, Blasendivertikel, Restharnbildung mit Harnwegsinfektion, Blasensteine, Stauung der Prostatavenen mit Blutung (Hämaturie), Rückstau des Urinabflusses aus den Nieren, komplette Harnsperre (Unfähigkeit, die Blase zu entleeren). Daraus ergeben sich klare Kriterien, die einen operativen Eingriff erst rechtfertigen:
- Restharn, mehrfach gemessen > 150 ml
- Stauung des Nierenabflusses
- Wiederholte Harnwegsinfektion bei hohem Restharn
- Blasensteinbildung
- Irritable Blase mit verdickter Blasenwand und reduzierte Kapazität
- Blutung aus gestauten Prostatavenen
Diese Kriterien können objektiv festgestellt werden. Hinzu kommt das subjektive Empfinden des Patienten. Wenn dieser sich durch die BPH-Symptomatik deutlich eingeschränkt sieht, ist die operative Therapie ebenfalls gerechtfertigt.
Operative Behandlungsverfahren
Eine wichtige Frage für die Entscheidung, welches operative Verfahren zum Einsatz kommen soll, ist die geschätzte Belastung der Harnröhre. Eine Harnröhrenstriktur als Spätfolge einer Prostataoperation gilt es zu vermeiden.
Elektroresektion
Nach wie vor stellt die klassische Elektroresektion (monopolar oder bipolar) den Goldstandard bei den endoskopischen Operationsverfahren dar.
Laserverfahren
Es stehen zwei Laserverfahren zur Verfügung: die Thuliumlaser-Adenomenuklation und die Greenlight-Laser-Adenom-Evaporisation. Beide Verfahren haben den Vorteil, dass mit einem geringen Blutverlust und einer geringen Belastung der Harnröhre zu rechnen ist. Mit dem Thuliumlaser wird das Adenom an seiner Grenzschicht zum normalen Prostatagewebe entfernt. Mit dem Greenlight-Laser hingegen wird das Adenomgewebe verdampft. Der Greenlight-Laser hat den Nachteil, dass die Abtragungsfläche aus einer Schicht toten Gewebes besteht, die erst langsam abgestoßen wird. Deshalb dauert die Abheilung der inneren Wunde und damit die irritable Phase sehr lange. Sehr große Prostataadenome sollten, um die Harnröhre nicht zu belasten, offen enukleiert werden (Operation nach Millin). Dieses Verfahren kann auch laparoskopisch durchgeführt werden.
Hodentumor
Hodentumor
Die ersten Anzeichen und Symptome von Hodenkrebs sind meist ertastbar. Darauf hindeuten kann eine schmerzlose Verhärtung innerhalb des Hodensackes. Zwar sind nicht alle Hodentumore bösartig, eine frühzeitige Erkennung ist aber wichtig, um die besten Heilungschancen zu gewährleisten.
Was ist ein Keimzelltumor?
90 Prozent aller bösartigen Hodentumoren sind Keimzelltumore (Seminome). Sie entwickeln sich aus der „Stammzelle“ der Spermien. Das Häufigkeitsmaximum liegt zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr. Bei Seminomen gibt es einen zweiten Häufigkeitsgipfel zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr (sogenanntes Altersseminom). Die bösartigen Keimzelltumoren werden eingeteilt in Seminome (30 Prozent), Teratocarcinomen (40 Prozent) und Mischzellcarcinomen (25 Prozent). Bei den Teratocarcinomen ist das embryonale Carcinom mit 40 Prozent am häufigsten vertreten.
Was ist der Unterschied von Seminom und Nicht-Seminom?
Von den Keimzelltumoren werden die nichtseminomatösen Keimzelltumoren unterschieden. Interstitielle-Zellen-Tumoren (meist gutartig) produzieren häufig Androgene und Sertoli-Zell-Tumoren (ebenfalls meist gutartig). Sie haben häufig eine feminisierende Wirkung, zum Beispiel eine Brustdrüsenvergrößerung. Die gute Nachricht: Heute können über alle Tumorstadien hinweg über 95 Prozent der Erkrankten geheilt werden.
Welche Formen der Metastasierung gibt es?
Auf dem Lymphweg (lymphogen) mit erster Metastasenstation in Höhe der ipsilateralen Nierengefäße im Bauchraum. Ausnahme ist das Chorioncarcinom, das primär auf dem Blutweg (hämatogen) metastasiert. Insgesamt sind bei ca. 40 Prozent aller Patienten bei der Erstuntersuchung bereits Metastasen nachweisbar. Tumormarker sind das Alpha-Fetoprotein und das Beta-HCG, auch das LDH hat eine wichtige Bedeutung. Beim reinen Seminom ist das Alpha-Fetoprotein nicht erhöht. Das Beta-HCG aber ist gelegentlich beim Seminom erhöht (sogenanntes Beta-HCG-positives Seminom). Wird beim reinen Seminom eine Alpha-Fetoproteinerhöhung gefunden, dann muss an eine Metastase eines im Primärtumor nicht nachweisbaren, nicht seminomatösen Tumors gedacht werden. Differentialdiagnostisch muss auch mit einer Alpha-Fetoprotein-Erhöhung in Folge einer Lebererkrankung gerechnet werden.
Wie kann ein Hodentumor therapiert werden?
Der Primärtumor, das heißt der tumorerkrankte Hoden wird prinzipiell über einen Leistenschnitt entfernt. Nur in seltenen Ausnahmen ist eine organerhaltende Tumorresektion möglich. In Abhängigkeit vom Tumorstadium ist eine reine Nachbeobachtung erlaubt. Alternativ erfolgt entweder die sofortige Chemotherapie oder – in seltenen Fällen – eine operative Lymphknotenresektion. Weit fortgeschrittene Tumoren sind eine Domäne der Polychemotherapie.
MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie
MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie
Was ist eine MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie?
Die sogenannte Fusionsbiopsie verbindet Vorteile der sensitiven und spezifischen Bildgebung über die Kernspintomografie mit der beweglichen dynamischen Bildgebung des Ultraschalls. Die auffälligen Areale oder Tumorareale werden in der Kernspintomografie deutlich besser erkannt als über den Ultraschall. Allerdings kann über das Kernspin keine Prostatabiopsie erfolgen.
Wie läuft eine MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie ab?
Der Ultraschall wird für die Nadelführung und Kontrolle bei der Biopsie benötigt. Aus diesem Grund wird bei der Fusionsbiopsie das statische Kernspin-Bild mit dem Ultraschall übereinander gelagert. So können die im Kernspin entdeckten auffälligen Areale direkt angesteuert werden.
In enger Zusammenarbeit mit einem Kollegen der Radiologie werden im Kernspin-Bild die Kontur der Prostata und die auffälligen Befunde in der Prostata digital eingezeichnet. Die so markierte Prostata und die dargestellten auffälligen Areale werden in das Ultraschallbild eingelesen und während der transrektalen Ultraschallbildgebung mit diesem Bild „verankert“. Der Ultraschallbildgeber (Ultraschallkopf) wird auf einen beweglichen Haltearm fixiert, der so die räumliche Orientierung der Ultraschallsonde erlaubt.
Nun erfolgt unter der Kontrolle die Probeentnahme aus den auffälligen Gebieten im Kernspin. Die Probeentnahme wird in unserer Klinik ausschließlich durch die Dammregion vorgenommen, d.h. über die Region zwischen dem Hodensack und dem Anus. Dies erfolgt in der Regel in lokaler Betäubung. Eine Narkose ist hier nicht erforderlich. Meist werden bis zu 12 Biopsien entnommen, wobei meist drei bis vier Proben aus jedem auffälligen Gebiet entnommen werden. Auch andere Areale in der Prostata werden über ein festes Biopsieschema abgedeckt, da auch die Kernspin-Bildgebung nicht 100 Prozent sensitiv ist.
In der Regel vereinbaren wir drei Termine für die Biopsie. Beim ersten erfolgt das Vorgespräch und die Auswertung der Kernspin-Bilder. Beim zweiten Termin erfolgt die Probenentnahme unter Fusionskontrolle und ca. zwei bis drei Tage später erfolgt die Besprechung des histologischen Ergebnisses.
Was sind die Vorteile?
Die Probenentnahme über die Dammregion hat mehrere Vorteile. Zum einen ist die Prostata bei dieser Biopsie fixierter und bewegt sich durch das Vorschieben der Biopsienadel nicht, sodass die Fusion aufrechterhalten bleibt. Außerdem wird sie durch die feste Lage des Ultraschallkopfes kaum im Körperinneren bewegt, was auch wiederum die Fusion erleichtert. Der dritte wichtige Grund liegt in der Vermeidung des unsterilen Enddarmes. Da mittlerweile immer mehr resistente Bakterienstämme auch im Menschen vorkommen und der Enddarm nie für eine Biopsie komplett steril gemacht werden kann, wählen wir den Zugangsweg über die Dammregion. Wir können so eine Verschleppung von Keimen aus der Darmregion in die Prostata vermeiden.
Nebennierentumor
Nebennierentumor
Das Nebennierenkarzinom ist ein eher seltener, aber auch sehr aggressiver Tumor. Es ist daher wichtig, den Krebs früh zu erkennen, damit die Heilungschance und Lebenserwartung höher ist.
Die Beschwerden äußern sich oft durch eine Hormonüberproduktion. Bei Frauen kann das vermehrter Haarwuchs sein und bei Männern ein beidseitiges Brustwachstum.
Hormoninaktiven Tumoren bleiben dagegen oft lange asymptomatisch. Erst bei fortgeschrittenem Stadium, wenn sich der Tumor zu einer bestimmen Größe entwickelt hat, können Symptomen wie Schmerzen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen oder Verdauungsstörungen auftreten.
Man unterscheidet zwischen folgenden Tumorvarianten:
- Nebennierenrindenadenom
- Nebennierenrindenkarzinom
- Hyperplasie der Zona glomerulosa – Conn-Syndrom
- Phäochromozytom, malignes Phäochromozytom
Die Differenzierung erfolgt mit Hilfe der Bildgebung (MRT) und Blut- bzw. 24-Stunden-Urinuntersuchung.
Wie wird ein Nebennierentumor behandelt?
Eine Entfernung der Nebenniere wird minimal-invasiv, laparoskopisch roboterassistiert durchgeführt. Bei gutartigen Tumoren kommt eventuell eine Organerhaltung in Frage. Bei malignen Tumoren ist eine zusätzliche retroperitoneale Lymphknotendissektion angezeigt.
Nieren- und Harnleiterstein
Nieren- und Harnleiterstein
Was sind Nieren- und Harnleitersteine?
Nierensteine sind kristalline Partikel, die sich am Übergang des Nierengewebes zum Nierenbecken bilden. Sie können von Sandkorngröße bis zur völligen Ausfüllung des Nierenbeckens (Ausgussstein) reichen. Klemmt sich ein kleiner Nierenstein in den Harnleiterabgang ein, dann spricht man von einem Ventilstein. Tritt er in den Harnleiter ein, dann wird er als Harnleiterstein bezeichnet. Ventilstein oder Harnleiterstein können zur schweren Harnstauung mit oder ohne Koliken führen. Kommt eine Harnwegsinfektion hinzu, dann befindet sich der Patient in einer lebensgefährlichen Lage, es droht die Urosepsis. Sofortiges Handeln ist gefordert. Die gestaute Niere muss entstaut werden.
Welche Arten von Nieren- und Harnleitersteinen gibt es?
- Kalziumoxalatstein
- Struvitstein (Kalziumphosphat)
- Harnsäurestein
- Uratstein
- Cystinstein
Nur der Harnsäurestein lässt sich durch Alkalisieren des Urins auflösen. Für die Vermeidung neuer Steinbildungen ist die Steinanalyse und Untersuchung der Stoffwechsellage (Blutanalyse, 24-Stunden-Urinanalyse) wichtig.
Wie kann man Nierensteine entfernen?
Zur Entfernung von Nierensteinen stehen mehrere Verfahren zur Verfügung: Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL), Ureterorenoskopie (URS), perkutane Entsteinung (PCN). In den letzten 30 Jahren war die ESWL die führende Maßnahme, ggf. in Kombination mit der PCN. Die Steine wurden zertrümmert. Nachteil: Es dauert lange bis alle Steintrümmer abgegangen sind. Diese Patienten sind häufig lange krank.
Seit etwa acht Jahren verfolgt man deshalb eine andere Strategie:
Die Entwicklung feinster, flexibler Endoskopie sowie feiner Laser-Lithotriptoren, die direkt auf den Stein aufgesetzt werden können, kann ein Stein in einer Sitzung komplett entfernt werden. Damit wird die Krankheitszeit drastisch verkürzt. Neu ist auch die Entwicklung von Mini-Nephroskopen mit besonderen Strömungseigenschaften (D. Schilling et al.). Diese erlauben die percutane Ausräumung sehr großer Steine über ein winziges Bohrloch (Mini-PCN).
Nierentumor
Nierentumor
Sind Nierentumore immer bösartig?
Nicht alle Nierentumore sind bösartig. Durch Dichtebestimmung im CT und durch MRT-Kriterien können zum Beispielgutartige Angiomyolipome mit sehr guter Sicherheit von bösartigen Adenocarcinomen (Hypernephromen) unterschieden werden.
Was ist ein Nierenkrebs (Nierenkarzinom)?
Bei einem Nierenkarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor an der Niere. Die häufigste Variante ist Nierenzellkrebs (Nierenzellkarzinom). Im Frühstadium verlauft der Krebs meist symptomlos. Bei fortgeschrittenem Stadium können unter anderem Schmerzen in der Nierengegend bis zu den Flanken sowie Blut im Urin auftreten. Für bessere Heilungschancen ist eine frühzeitige Erkennung durch eine Vorsorgeuntersuchung elementar wichtig.
Was sind bösartige Nierentumore?
Neben dem Nierenzellkarzinom gibt es noch weitere bösartige Nierentumore, die dem Begriff Nierenkrebs zugeordnet werden. Eine eher seltenere Form ist der Nierenbeckenkarzinom. Hierbei handelt es sich um einen bösartigen Tumor im Deckgewebe des Nierenbeckens.
4/5 aller Nierentumore sind hypernephroide Nierencarcinome. Der häufigste Nierentumor im Kindesalter sind die sogenannten Wilms-Tumoren. Nachdem bereits sehr kleine Adenocarcinome (Hypernephrome) Metastasen entwickeln können (bei einem Durchmesser von 1 cm und sogar darunter), muss in jedem Fall über die Dignität eines kleinen Nierentumors Klarheit geschaffen werden. Wenn die bildgebenden Verfahren bei der Differenzierung versagen, bleibt nur die Feinnadelbiopsie oder die Freilegung der Niere. Bei sehr alten oder bei Risiko-Patienten muss zwischen Operation und beobachtendem Abwarten abgewogen werden („wait and see“).
Prostatakarzinom
Prostatakarzinom
Was sind Symptome für Prostatakrebs?
Wie auch bei allen anderen Krebsarten ist bei Prostatakrebs eine Früherkennung wichtig, um bessere Heilungschancen zu haben. Das Problem ist jedoch, dass im Frühstadium kaum Symptome auftauchen.
Mögliche Symptome bei fortgeschrittenem Stadium können sein:
- Probleme beim Wasserlassen
- Blut im Urin oder Sperma
- Potenzstörungen
- Schmerzen bei der Ejakulation
Deshalb ist eine vorzeitige Vorsorgeuntersuchung wichtig. Ein PSA-Test kann dabei helfen, den Krebs rechtzeitig zu erkennen.
Welcher PSA-Wert ist kritisch?
Der PSA-Wert (prostataspezifischem Antigen) ist lediglich ein Laborwert. Er wird ergänzt durch die Bestimmung des freien PSA’s. Der Normbereich steigt mit zunehmendem Alter. Besonders interessant ist die Veränderung des PSA-Wertes über die Zeit (Kinetik). Eine Zunahme pro Jahr von unter 0,75 µg/ml ist normal. Der Anstieg bei einem 45-jährigen Mann von 2 auf 2,75 µg/ml/Jahr sollte zum Beispiel unbedingt Anlass für weiterführende Untersuchungen geben. Störfaktoren wie Prostataentzündungen, harter Stuhlgang, Radfahren, Sex, transrektale Prostatauntersuchung beeinflussen den PSA-Wert. Eine Veränderung des PSA-Werts ist keine Diagnose, sondern nur ein Hinweis.
Was kann man bei einem auffälligen PSA-Wert tun?
Zunächst muss der PSA-Wert mehrfach kontrolliert werden, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um Prostatakrebs oder um eine Entzündung der Prostata handelt. Beides muss unbedingt behandelt werden. Eine Prostata-Entzündung kann nach Vorbehandlung bereits mit einem Antibiotikum therapiert werden.
Prostata-MRT
Was bedeutet Transrektaler Ultraschall?
Das MRT der Prostata mit Klassifizierung verdächtiger Areale nach dem PI-RADS-Score erlaubt Bereiche festzulegen, aus denen bioptisch Gewebe für die histopathologische Diagnostik gewonnen werden sollte. Im Umkehrschluss identifiziert man so auch unverdächtige Prostaten, die nicht biopsiert werden müssen.
Fusionsbiopsie
Der Biopsievorgang erfolgt gesteuert durch den transrektalen Ultraschall. Mittels eines Punktionsrasters wird die Prostata fixiert und kartografiert, wobei das Ultraschallbild mit dem MRT-Bild elektronisch verschmolzen wird. (D. Schilling et al.)
Wie wird Prostatakrebs diagnostiziert?
Die Diagnose Prostatakarzinom kann alleine nur über die histopathologische Untersuchung erfolgen. Mit dem vom Pathologen festgelegten Gleason-Score (2-10) lassen sich Risikogruppen abschätzen. Es wird zwischen Karzinomen niedrigen, mittleren und hohen Risikos unterschieden (Hochrisiko-Karzinom Gleason 7b-10).
Weiterführende Diagnostik
In Abhängigkeit vom PSA-Wert (> 15 µg/ml) und geschätztem Tumorvolumen muss eine Knochenszintigrafie durchgeführt werden.
Endgültige diagnostische Festlegung
Man unterscheidet zwischen lokalisiertem, lokal fortgeschrittenem und metastasiertem Prostatakarzinom.
Wie wird Prostatakrebs behandelt?
Bei einem Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko reicht eine abwartende Beobachtung („wait and see“). Abwartende Beobachtung bedeutet allerdings eine regelmäßige Kontrolle inklusive Re-Biopsie. Beim Karzinom mit mittlerem Risiko entscheidet man zwischen abwartender Beobachtung und aktiver Therapie. Diese Entscheidung hängt von der PSA-Kinetik und dem Anteil von Gleason Pattern 4 im Tumorgewebe ab. Außerdem setzt die Entscheidung für eine aktive Therapie eine geschätzte Lebenserwartung von acht bis zehn Jahren voraus.
Was sind aktive Therapieoptionen?
- Roboterassistierte radikale Entfernung der Prostata mit/ohne Versuch der Erektionserhaltung (Neurolyse) (reine roboterassistierte Therapie)
- Strahlentherapie (Sonderform Protonenbestrahlung und Brachytherapie mit Seeds)
- In ausgewählten Fällen: Ablation mit hoch fokussiertem Ultraschall (HI-FU)
Alle Behandlungsmethoden haben ein erhebliches Nebenwirkungs- und Komplikationspotential, das eingehend mit dem Patienten besprochen wird. Eine Faustregel ist zu beachten: Je höher der Gleason-Score, umso strahlenresistenter ist das Karzinomgewebe.
Roboterassistierte Chirurgie
Roboterassistierte Chirurgie
Was bedeutet roboterassistierte Chirurgie?
Bei der roboterassistierten oder robotischen Operation werden die Instrumente, die über ein Schlüsselloch in den Körper eingebracht werden, maschinell bewegt. Dabei werden die Handbewegungen des Operateurs auf die Instrumente im Körperinneren umgesetzt. Der „Roboter“ an sich operiert dabei nicht selbständig, sondern dient nur als übertragende Kraft auf die Instrumente. Man kann diese Art zu operieren mit dem Führen einer Marionette vergleichen. Aus diesem Grund spricht man hier von einer roboterassistierten Operation.
Was sind die Vorteile der roboterassistierten Chirurgie?
Die Vorteile dieser Operationsmethode liegen vor allem in der freien Beweglichkeit der Instrumente im Körperinneren. Es können hier tatsächlich Freiheitsgrade einer menschlichen Hand nachgemacht werden. Das heißt die Instrumente können im Körperinneren rotiert, abgewinkelt und gespreizt werden, wie tatsächlich die Finger einer Hand. Ein weiterer Vorteil ist die dreidimensionale Sicht. Diese erlaubt es auch, sehr feine Strukturen mit bis zu 10-facher Vergrößerung zu erkennen. Der Operateur hat so eine Sicht, wie als ob er im Körperinneren des Patienten sitzen würde. Auf diese Weise können auch sehr feine Strukturen, wie zum Beispiel Erektionsnerven erkannt und fein präpariert werden. Ein weiterer Vorteil ist die eingebaute Tremorkontrolle, die ein Zittern der Instrumente im Körperinneren bei der Präparation verhindert. Letztendlich auch ein Vorteil ist die bequeme Sitzhaltung des Operateurs, der nicht steril am Tisch steht, sondern neben dem Operationstisch an einer Konsole die Instrumente steuert.
Die roboterassistierte Chirurgie kommt überall dort zur Anwendung, wo im Körperinneren feine Strukturen präpariert oder Gewebe über eine Naht miteinander verbunden werden. Im urologischen Bereich ist dies vor allem bei der radikalen Prostataentfernung bei Prostatakrebs, bei der Teilresektion von Nierentumoren oder auch bei der radikalen Entfernung der Harnblase der Fall.
Weitere Operationen sind auch die operative Therapie der Harnleiterabgangsenge (Nierenbeckenplastik) und die Aufhängung der Blase bei einem Beckenbodenvorfall (Sakrokolpopexie).
Thulium Laser Enukleation
Thulium Laser Enukleation
Ist die medikamentöse Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung nicht mehr erfolgreich, ist eine operative Verringerung des Blasenauslasswiderstandes notwendig. Dies erreicht man durch Entfernung der vergrößerten Prostataknoten, die auf die Harnröhre drücken.
Wie wird eine Thuliumlaserenukleation der Prostata (ThuLEP) durchgeführt?
Ein großer Vorteil des Laserverfahrens im Vergleich zu herkömmlichen Methoden ist der geringere Blutverlust. Auf herkömmliche Art und Weise wird mit einer Elektroschlinge das Gewebe Stück für Stück von innen wie mit einem Hobel abgeschält. Da die Prostata ein sehr gut durchblutetes Organ ist, kann es hier zu größeren Blutungen kommen. Ein weiteres Problem bei den sogenannten monopolaren Resektionen ist die Verwendung von Spülflüssigkeit, die vom Körper aufgenommen werden kann und den Salzgehalt im Blut verschieben kann.
Bei der sogenannten Laserenukleation der Prostata wird zwar ebenfalls durch die Harnröhre operiert, aber durch die Verwendung des Lasers gelingt es, sich in blutarmen anatomischen Schichten der Prostata zu bewegen und so das Eröffnen von größeren Blutgefäßen zu vermeiden. Zusätzlich führt die physikalische Eigenart des Lasers zu einer Blutgerinnung in den Gefäßen und vermindert dadurch deutlich den Blutverlust. Die dabei verwendete Spüllösung entspricht im Salzgehalt dem Blut und führt daher nicht zu den gefürchteten Verschiebungen im Elektrolythaushalt. Anders als bei den sogenannten „Greenlightlasern“ wird bei der Laserenukleation das vergrößerte Prostatagewebe im gesamten gelöst und dann nach Zerkleinerung durch die Harnröhre entfernt. Bei der Greenlightlaserung oder Laserevaporation kommt es zum Verdampfen des Gewebes. Dabei steht nach der Operation kein Gewebe mehr zur Verfügung, um eine pathologische Untersuchung auf das etwaige Vorliegen eines Karzinoms durchführen zu können.
Was sind die Vorteile?
Die Thulium Laser Enukleation hat also drei große Vorteile: geringerer Blutverlust, geringere Kreislaufstörung und der Möglichkeit das Gewebe pathologisch zu untersuchen.
Aus diesen Gründen führen wir an unserer Klinik nahezu ausschließlich die Enukleation der Prostata durch. Dabei können Drüsenvolumina bis weit über 100 ml mit dem Laser durch die Harnröhre operiert werden. Nur in seltenen Fällen, zum Beispiel bei sehr großen Drüsenvolumina oder bei begleitenden Harnblasensteinen nehmen wir noch eine offene Enukleation des vergrößerten Prostatagewebes vor.
Lernen Sie unsere Spezialisten kennen
Klinikleitung
Prof. Dr. med. David Schilling
Direktor der Klinik für Urologie
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Prof. Dr. med. David Schilling
Direktor der Klinik für Urologie
Professor Dr. med. David Schilling übernahm die Leitung der neu gegründeten Klinik für Urologie am ISAR Klinikum im Juni 2015. Zuvor war er als Geschäftsführender Oberarzt und Koordinator des Tumorzentrums am Universitätsklinikum Frankfurt tätig.
Professor Schilling ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der operativen und medikamentösen Tumortherapie und hat einen Schwerpunkt in der roboterassistierten und minimal invasiven Chirurgie. Nach seiner zweijährigen Grundausbildung in der Allgemeinchirurgie am Kantonsspital St. Gallen arbeitete Professor Schilling am Universitätsspital Zürich und dem Universitätsklinikum Tübingen, wo er vier Jahre als Oberarzt den Bereich Roboterassistierte Chirurgie und Endoskopie leitete. Unter seiner Leitung wurde am Universitätsklinikum Tübingen die roboterassistierte Chirurgie mit dem daVinci Operationssystem etabliert. 2012 wechselte er an das Universitätsklinikum Frankfurt und baute dort das Programm für roboterassistierte Chirurgie aus. Neben der roboterassistierten Chirurgie bildet die minimal invasive Therapie von Nierensteinen einen Schwerpunkt. In diesem Zusammenhang war Professor Schilling auch an der Entwicklung neuer Operationsinstrumente beteiligt und ist wissenschaftlicher Berater für einen großen Instrumentenhersteller.
In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit beschäftigte sich Professor Schilling mit der Tumorzellaussaat und Metastasierung urologischer Tumoren und entwickelte ein experimentelles Verfahren um einzelne ausgesäte Tumorzellen im Gewebe detektieren und isolieren zu können. Auf Grundlage dieser Untersuchungen habilitierte er im Jahre 2011 über die Thematik der lymphogenen Metastasierung des Prostatakarzinoms an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Im Jahr 2014 erhielt er seine Professur an der Goethe-Universität Frankfurt. Neben seiner Lehrtätigkeit hielt Professor Schilling eine Vielzahl an Vorträgen auf nationalen und internationalen Kongressen. Über 100 Publikationen in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften sind unter seiner Mitarbeit erschienen.
Professor Schilling studierte an den Universitäten Innsbruck, Berlin und München. Im Rahmen seiner Promotion forschte er über ein Jahr an der renommierten Mayo Clinic in den USA über Mechanismen des programmierten Zelltodes (Apoptose). Im Jahr 2003 promovierte er mit summa cum laude an der LMU München.
Mitgliedschaften
- Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU)
- Deutsche Gesellschaft für robotische Urologie (DGRU)
- European Association of Urology (EAU)
- German Society of Residents in Urology (GeSRU)
- Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie (SwdGU)
Forschung und Wissenschaft
Wissenschaftliche Publikationen von Prof. Dr. med. David Schilling auf PubMed
Wissenschaftliche Preise und Auszeichnungen
- 2005: Wahl zu „Beste Dozenten der Fakultät“ – Individueller Lehrpreis der Universität Tübingen
- 2005/2006: „Bestes Wochenpraktikum der Fakultät“ – Fachbezogener Lehrpreis der Universität Tübingen
- 2007: Werner-Staehler-Gedächtnispreis -„Quantitative Erfassung der Metastasenlast beim lymphogen metastasierten Prostatakarzinom.“ Jahrestreffen der SWDGU, Saarbrücken 2007
- 2008: Beste Posterpräsentation -„Management of lower pole stones of 0.8-1.5 cm maximal diameter by minimally invasive percutaneous approach.“ Annual EAU Congress 2008
- 2008: Beste Posterpräsentation -„Quantitative analysis of tumor cell burden in metastatic prostate cancer using lymph node disintegrates.“ Annual EAU Congress 2008
- 2009: Beste Posterpräsentation -„Critical re-evaluation of a modified sentinel guided pelvic lymph node resection in prostate carcinoma: Review of 401 consecutive cases.“ Annual EAU Congress 2009
- 2010: Werner-Staehler-Gedächtnispreis -„Morphologische Kriterien zur Vorhersage einer singulären oder multiplen lymphogenen Metastasierung beim Prostatakarzinom.“ Jahrestreffen der SWDGU, Landau 2010
- 2010: Beste Posterpräsentation -„Pathologic lymph node analysis demands more than one section.“ Annual meeting of the AUA, San Francisco 2010
- 2013: Posterpreis -Sentinel Node basierte Individualisierung der intensitätsmodulierten Beckenbestrahlung von High-risk Prostatakarzinomen: Fünf-Jahres-Ergebnisse.Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie, Berlin 2013
Oberärzte
Dr. med. Jens Auers
Oberarzt der Klinik für Urologie
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Dr. med. univ. Maximilian Janssen
Oberarzt der Klinik für Urologie
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Fachärzte
Wiebke Stättmayer
Fachärztin für Urologie
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Dr. med. Julia Zenz
Fachärztin für Urologie
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Dr. med. Rebecca Fritsche
Fachärztin für Urologie
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Ärzte in Weiterbildung
David Bürner
Arzt in Weiterbildung
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Malte Schenk
Arzt in Weiterbildung
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Johanna Reuter
Ärztin in Weiterbildung
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Physician Assistant
Case Manager
Lydia Garcia-Arges
Assistenz des Klinikdirektors, Abteilungskoordinatorin
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Claudia Gerhards
Casemanagement
- +49 (0) 89 149 903 - 7444
Sekretariat
Jaqueline Ferrera
Sekretariat
- +49 (0) 89 149 903 - 7440
Aktuelles
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zur Urologie am ISAR Klinikum München
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Ein Termin beim Urologen ist sinnvoll bei Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang, Blut im Urin, Nierenschmerzen oder Veränderungen der Prostata. Auch Männer ohne Beschwerden sollten ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorge gehen.
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Die Klinik für Urologie behandelt unter anderem Prostatakrebs, Blasenkrebs, Nierentumore, gutartige Prostatavergrößerungen, Nieren- und Harnleitersteine sowie Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane und Harnwege.
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Das DaVinci-System ist ein modernes roboterassistiertes Operationsverfahren für besonders präzise und schonende Eingriffe. Die Operation wird vollständig durch erfahrene Chirurgen gesteuert und ermöglicht minimalinvasive Eingriffe mit kleinen Schnitten, weniger Schmerzen und einer schnelleren Erholung.
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Wir sind 24 Stunden an 7 Tagen der Woche für Sie erreichbar:
Tel. +49 (0) 89 149 903-8001 (7:30-18:00 Uhr)
Tel. +49 (0) 89 149 903-0 (18:00-7:30 Uhr) oder per
E-Mail an [email protected]. -
Ja, wir behandeln Patienten aller Kassen.
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Die roboterassistierte Chirurgie ermöglicht besonders präzise Bewegungen, eine hochauflösende 3D-Sicht und eine gewebeschonende Operationstechnik. Dadurch profitieren Patientinnen und Patienten häufig von weniger Schmerzen, kleineren Narben und kürzeren Krankenhausaufenthalten.
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Trotz der zentralen Lage des ISAR Klinikums stehen direkt im Haus Parkplätze zur Verfügung. Über den Eingang an der Pettenkofer Str. 2. In direkter Nähe zum Klinikum finden Sie auch mehrere Parkhäuser mit kostenpflichtigen Parkplätzen.
Nutzen Sie die vielfältigen öffentlichen Parkmöglichkeiten in unserer unmittelbaren Umgebung:

Das ISAR Klinikum liegt im Herzen Münchens. Vom Karlsplatz (Stachus), dem Sendlinger Tor und der Münchner Altstadt aus ist unser Haus innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen.
Lage und Verkehrsanbindung sind auch für die Anreise mit Auto, Bahn oder Flugzeug optimal. Der attraktive Standort in unmittelbarer Nähe zum geschichtsträchtigen Sendlinger Tor bietet Patienten und Besuchern die Möglichkeit, das Stadtzentrum zu Fuß zu erkunden.
ISAR Klinikum Sonnenstraße 24 – 26 80331 München
Der nächste öffentliche Parkplatz grenzt direkt an die Klinik an der Sonnenstrasse 26 an, hinter dem historischen Postamt.
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Mit zunehmendem Alter kann sich die Prostata vergrößern und Beschwerden wie häufigen Harndrang oder einen schwachen Harnstrahl verursachen. Die Urologie am ISAR Klinikum bietet hierfür moderne medikamentöse und minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten an.
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