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Verengte oder verkalkte Blutgefäße entwickeln sich häufig über viele Jahre hinweg unbemerkt. Oft treten erste Beschwerden erst dann auf, wenn die Durchblutung bereits deutlich eingeschränkt ist. Umso wichtiger ist die frühzeitige Vorsorge in der Gefäßmedizin.
Gerade vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und neuer Behandlungsmöglichkeiten, die regelmäßig auf Fachveranstaltungen und Workshops diskutiert werden, rückt die Bedeutung einer rechtzeitigen Diagnose immer stärker in den Fokus. Moderne Verfahren ermöglichen heute eine schonende und effektive Behandlung von Gefäßerkrankungen – vorausgesetzt, sie werden rechtzeitig erkannt.
Unsere Arterien versorgen Organe, Muskeln und Gewebe mit sauerstoffreichem Blut. Lagern sich über die Jahre Fett, Kalk und Entzündungszellen in den Gefäßwänden ab, entstehen Verengungen, die den Blutfluss behindern.
Diese sogenannte Arteriosklerose kann nahezu alle Gefäße des Körpers betreffen und erhöht das Risiko für:
Besonders häufig betroffen sind die Beinarterien. Mediziner sprechen dann von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), die umgangssprachlich auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt ist.
Viele Betroffene führen erste Symptome auf das Alter oder mangelnde Fitness zurück. Typische Anzeichen können sein:
Wer solche Beschwerden bemerkt, sollte sie ärztlich abklären lassen.
Bestimmte Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Gefäßerkrankungen deutlich:
Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto wichtiger wird eine regelmäßige Kontrolle.
In der modernen Gefäßmedizin stehen heute zahlreiche Untersuchungsverfahren zur Verfügung, um Gefäßveränderungen frühzeitig zu erkennen. Dazu gehören unter anderem:
Viele dieser Untersuchungen sind schmerzfrei und können frühzeitig Hinweise auf Durchblutungsstörungen liefern.
Wird eine Gefäßverengung festgestellt, stehen heute zahlreiche schonende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben einer Optimierung von Lebensstil und Medikamenten kommen minimalinvasive Verfahren zum Einsatz.
Dazu zählen Ballonkatheter, Stents oder moderne Atherektomie-Verfahren, bei denen Verkalkungen direkt aus dem Gefäß entfernt werden können. Ziel ist es, die Durchblutung wiederherzustellen und schwerwiegende Folgeerkrankungen zu verhindern.
Viele Gefäßerkrankungen lassen sich erfolgreich behandeln, wenn sie früh erkannt werden. Deshalb gilt: Vorsorge ist keine Frage des Alters, sondern der Gesundheit.
Wer Risikofaktoren mitbringt oder erste Beschwerden bemerkt, sollte diese nicht ignorieren. Eine frühzeitige Untersuchung kann helfen, schwerwiegende Folgen zu vermeiden und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.
Im Herzzentrum des ISAR Klinikums München setzen wir auf moderne Diagnostik, innovative Therapieverfahren und eine individuelle Betreuung unserer Patientinnen und Patienten. Unser erfahrenes Team begleitet Sie von der Vorsorge über die Diagnostik bis hin zur Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen.